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Wann soll ich das trainieren? Ich bin doch kaum auf dem Wasser.
Segeln ist aufwendig. Anfahrt, Aufriggen, zwei Stunden Wasser, Abriggen, Rückfahrt – für zwei Stunden Training gehen fünf Stunden weg. Dazu ganze Monate, in denen wegen Frost und Eis gar nichts läuft. Und bei Kindern hängt jede Einheit am Elterntaxi.
Rechne es einmal durch. Ein Jugendlicher mit einem Training pro Woche von April bis Oktober und zehn Regattawochenenden kommt auf gut zweihundert Stunden im Jahr. Ein ambitionierter Fahrtensegler mit vier Chartertörns liegt bei rund hundert. Das sind wenige Prozent seines Jahres – bei allem, was der Sport an Geld, Material und Lebenszeit kostet.
Mentaltraining schafft Trainingszeit, wo sonst keine ist. Es braucht kein Wasser, kein Boot, kein Wetter und keinen Trailer. Es läuft im Winter, zwischen den Törns, bei Krankheit und an jedem Abend, an dem du nicht raus kannst.
Es ersetzt keine Wasserstunde. Es macht die wenigen, die du hast, wertvoller.