Kapitel: Wem Mentaltraining nutzt

Unser Kind hängt zu viel am Handy.

Wir verteufeln das Handy nicht. Die eigentliche Kompetenz ist bewusste Aufmerksamkeitslenkung: Am Boot lernt Ihr Kind, seinen Fokus selbst zu setzen, und diese Selbststeuerung überträgt sich auf den Umgang mit dem Gerät. Segeln ist analoge Tiefenkonzentration ohne Ping.

Unser Kind gibt schnell auf.

Auf dem Wasser kann man nicht einfach aufhören, das Boot muss zurück in den Hafen. Dranbleiben wird körperlich erfahrbar statt ermahnt.

Was haben wir als Eltern davon?

Mehr, als Sie denken. Während Ihr Kind an der Pinne Verantwortung übernimmt, üben Sie an Land das Loslassen. Sie erleben das Wachsen in Echtzeit mit, anders als in vielen anderen Sportarten. Und Segeleltern sind eine gut vernetzte Gemeinschaft, in der sich das Leben leichter bewältigen lässt. Sie machen die Reise möglich, und Sie reisen mit.

Erfahren meine Eltern oder mein Trainer, was ich sage?

Nur, wenn du es willst. Du entscheidest das, sonst niemand. Auch dann nicht, wenn deine Eltern bezahlen, und auch dann nicht, wenn dein Verein uns geholt hat. Wir sagen ihnen, dass wir arbeiten. Was du erzählst, gehört dir. Wenn du willst, dass deine Eltern oder dein Trainer etwas erfahren, sagst du uns, was — und […]

Ich habe vor dem Start immer Bauchweh.

Das haben mehr Leute, als du denkst, und die wenigsten sagen es. Es ist auch kein Zeichen von Schwäche, sondern dein Körper, der sich bereit macht. Man kann lernen, das umzudrehen.

Warum soll ich an meinem Kopf arbeiten, wenn ich schneller werden will?

In deiner Klasse fahren alle das gleiche Boot. Ab einem gewissen Niveau segeln alle gleich schnell, und dann entscheidet der Kopf. Der Kopf ist das letzte Boot, das du noch schneller machen kannst. Dazu kommt: Du trainierst einmal pro Woche, wenn Eltern, Wetter und Wasser mitspielen. Mentaltraining kannst du an jedem anderen Tag machen. Das […]